Nationalpark tut gut: Studie belegt erholsamen Einfluss der Natur

Quelle:
Nationalpark Schwarzwald
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Nationalpark tut gut: Studie belegt erholsamen Einfluss der Natur 

 Ein Besuch im Nationalpark fördert die Gesundheit – das ist jetzt erstmals auch wissenschaftlich belegt. 111 Freiwillige ließen sich für die erste Feldstudie im vergangenen Sommer von Kerstin Ensinger mit Sensorarmband und Frage-App ausrüsten und auf  einen Spaziergang im Nationalpark Schwarzwald schicken. Nach Auswertung der großen Datenmengen kann Ensinger, die den Bereich Erholung und Tourismus im Nationalpark leitet, eines klar sagen: „Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer fühlten sich am Ende ihres Spaziergangs entspannter.“

 Und nicht nur das: Auch die physiologischen Daten belegen diesen Effekt. „Die Menschen können sich bei einem Aufenthalt im Nationalpark ganz offensichtlich gut erholen und ihre Sorgen vergessen – das ist für die Gesundheit sehr bedeutsam“, ergänzt Ensinger. Die Freiwilligen – Frauen und Männer, Jung und Alt, mit Nationalparkerfahrung und ohne, aus unterschiedlichsten Berufen – hatte Ensinger zuvor auch mit einem GPS-Sender ausgestattet, um Gefühle und Reaktionen jeweils einem genauen Standort zuordnen zu können.

 Auf ihrem Rundweg passierten die Testpersonen vier nationalparktypische Stationen: einen kultivierten Wald, einen Pfad mit Heidelbeervegetation, einen Bannwald mit Totholz und offene Grinde. „Auffällig war hier, dass der Entspannungseffekt beim kultivierten Wald deutlich geringer war als bei den drei anderen Stationen“, berichtet Ensinger. „Das könnte darauf hindeuten, dass sich Menschen in einem etwas wilderen Wald noch besser erholen.“

 Vor Beginn des Spaziergangs hatte die Psychologin eine Gruppe zehn Minuten in Achtsamkeit geschult – die zweite Gruppe kam erst am Ende des Rundwegs in diesen Genuss. Ergebnis: Wer sich vor Antritt mental gesammelt hatte, konnte von dem Ausflug noch stärker profitieren und seine Sorgen deutlich besser vergessen. Nationalparkleiter Wolfang Schlund muss da nicht lange überlegen, wie sich diese Forschungsstudie praktisch nutzen lässt. „Das sollten wir unbedingt auch bei unseren Führungen berücksichtigen – denn viele unserer Gäste haben eine stressige Anreise hinter sich.“ Sie brauchen vielleicht erst einen Moment der Ruhe, um sich auf das Naturerlebnis einstimmen zu können.

 Ensinger wird mit ihrem Team weiter an diesem spannenden Thema forschen. „Das war ein erstes Pilotprojekt, sozusagen ein Laborversuch im Freien“, sagt sie. Und hat bereits viele Ideen, wie sich der Erholungseffekt und die langfristige Wirkung eines Nationalparkbesuchs – beispielsweise über Herzfrequenz und Hormontests – noch genauer untersuchen lassen.

 

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Zeigt 1 Mitteilungen:

Thomas Ammer
Liebes IHB Team, ich bin der Meinung man muß wirklich nicht jeden Schmarrn veröffentlichen, wobei es trotzdem interessant ist zu sehen, wie Nationalparkverwaltungen mit unserem Geld umgehen; habe selten so blödsinnige Untersuchungen erlebt, allein die Fragestellungen weisen schon darauf hin, was in dieser (sicher von den Grünen oder vom BUND bzw NABU inszenierten) "wissenschaftlichen" Arbeit rauszukommen hat. Die sollten mal lieber die Menschen sprich Besucher fragen, ob sie die globalen Auswirkungen und direkten Folgen von Waldflächenstillegungen (wie hier im NP Schwarzwald) wie Raubbauten und Großkahlschläge (Bsp. Karelien/Karpaten),die bei uns schlicht verboten sind, für ebenso emotional erholsam halten. Das selbe gilt für die unbestrittenen negativen Folgen, was den Klimaschutz und auch die Biodiversität angeht. St.Florian läßt grüßen. Darüber sollten diese Leute den "deutschen Zertifizierungs-Gutmenschen" (schreckliches Wort) aufklären und nicht für so einen Blödsinn unsere Steuergelder verplembern.